Katastrophenalarm
heute häufiger den je!
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Immer häufiger
ist heutzutage von Katastrophen die Rede, immer häufiger werden
Katastrophenalarme ausgelöst. Doch wer ist dann als Helfer gefragt
und eigentlich betroffen? Wer kümmert sich darum, daß Katastrophen
abgearbeitet und bewältigt werden, daß die Not gelindert
wird, daß schnellstmöglich Hilfe kommt? In den allermeisten
Fällen ist es die Feuerwehr, die dann als erstes zum Einsatz kommt
oder oft schon im Einsatz ist, wenn die Katastrophe offiziell erklärt
wird!
Seit dem Pfingsthochwasser 1999, dem Hochwasserjahr 2002, dem Glutjahr
2003 mit vielen Wald- und Freiflächenbränden, dem Hochwasserjahr
2005, der biologischen Bedrohung durch Maul- und Klauenseuche, ob Antrax
- Alarme oder Geflügelpest, ob Schneechaos auf der Autobahn, der
tragischen Halleneinsturz in Bad Reichenhall oder zuletzt der Schneekatastrophe
in Niederbayern kann eigentlich niemand ernsthaft an der Tatsache zweifeln: Die
Feuerwehren stellen die personell stärkste und unverzichtbare Säule
im Katastrophenschutz dar.

Oft ist sind Bürgerinnen und Bürger, aber auch so mancher Kommunalpolitiker landläufig der Meinung: Wenn es um Katastrophenschutz geht, dann kommen das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr, die Polizei, dazu Hilfsorganisationen sowie anderen Behörden und Einrichtungen zum Einsatz. Tatsächlich sind es aber die Feuerwehren, die bei den Schadensereignissen oftmals die ersten im Einsatz sind!!!
Bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sind rund 80.000 Helferinnen und Helfer registriert, die Bundeswehr hat derzeit eine Stärke von 250.000 Soldatinnen und Soldaten. Davon kann aber immer nur ein Teil eingesetzt werden, da die Organisationen auch in Auslandeinsätzen mit Kräften gefordert sind und die Standorte weit verteilt und ausgedünnt wurden. Deutschlandweit gibt es hingegen 1,3 Millionen Feuerwehrdienstleistende.
Die Schneekatastrophe
in Ostbayern hat erneut und eindrucksvoll die Effektivität und
Leistungsbereitschaft der 325.000 Feuerwehrleute Bayerns unter Beweis
gestellt. Unter den über 38.000 Hilfskräften befanden sich
rund 32.000 Feuerwehrleute, das entspricht 84 Prozent, die dabei 465.000
Einsatzstunden leisteten, ein großartiges Beispiel gelebten Bürgersinns!
Tagelang waren die Helferinnen und Helfer im Einsatz, um teilweise bis
zur totalen Erschöpfung Dächer von der Schneelast zu befreien,
Gebäude zu sichern, Straßen freizuhalten und die Bevölkerung
zu versorgen.
In den Landkreisen Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen, Straubing-Bogen
und Schwandorf musste der Katastrophenfall festgestellt werden. In anderen
Regionen wurde dieser Schritt zwar nicht unternommen, dennoch waren zahlreiche
Einsätze abzuarbeitet. Auch im oberbayerischen Regierungsbezirk
haben die Frauen und Männer der Feuerwehren gezeigt, welches Potential
in den Kräften vor Ort steckt. Bedauerlicherweise musste sogar ein
Kamerad seinen Einsatz für die Allgemeinheit mit dem Leben bezahlen!

Katastrophenfälle lassen sich nicht vorankündigen. Sie stellen die Verantwortlichen immer wieder vor neue Herausforderungen, vor kurzfristige Aufgaben, vor die Notwendigkeit, die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Es sind gerade die Ortswehren, die aufgrund der vielen Stützpunkte in der Fläche sofort zur Stelle sind und schnell vor Ort anpacken, um das personell stärkste Kontingent der Hilfe zu stellen. Wenn die Sirenen aufheulen, der Alarmempfänger piepst oder die Kräfte anderweitig alarmiert werden, sind sie umgehend zur Stelle.
Das Technische Hilfswerk
und die Bundeswehr, die Polizei, andere Hilfsorganisationen sowie Behörden
und sonstige Einrichtungen werden dann je nach Bedarf und Notwendigkeit
als Ergänzung hinzualarmiert.
Bedauerlicherweise werden erst bei solchen Ereignissen die vielfältigen
Einsetzungsmöglichkeiten der Feuerwehren erkannt. Dabei wird häufig
vergessen, dass die ehrenamtlichen Kräfte ihren Arbeitsplatz oder
ihr zu Hause verlassen haben, um zu helfen. Viel zu wenig wird darüber
nachgedacht, welche privaten und beruflichen Tätigkeiten im Hintergrund
stehen, die für Stunden oder sogar Tage hinangesetzt werden, um
der Bevölkerung zu dienen. Erstes Gebot der Feuerwehren ist es,
dem anderen zu helfen.
Auch beim Katastrophenfall gilt:
Ihre oberbayerischen Feuerwehren